
Der verschwundene Rucksack
Frank bekam von der Hannelore-Kohl-Stiftung eine Einladung zum Wochenend-Seminar nach Zinnowitz (Usedom). Das war sehr weit. Deshalb fuhren wir mit dem ICE und hatten 3 reservierte Plätze mit Tischen. Bei der letzten Haltestelle kam eine junge Frau und behauptete, der 4. Platz am Fenster wäre ihr Platz. Sie hatte eine Art Korb-Tasche bei sich und hatte einen Hut auf. Man konnte nicht erkennen, war sie blond oder dunkelhaarig. Ansonsten war sie sehr freizügig gekleidet. Frank überließ ihr seinen Fensterplatz. Sie schob ihre Korb-Tasche sehr umständlich unter ihren Sitz. Wahrscheinlich hatte diese Tasche keinen Boden und ließ sich gut über andere Sachen stülpen. Also wir hatten ja keine Ahnung und gingen nochmals um was trinken ins Bordrestaurant. Als wir zurückkamen war die Dame weg und Franks Rucksack, welcher unter dem Tisch stand, war auch weg. Wir meldeten dies dem Zugbegleiter von der deutschen Bundesbahn. Dieser nahm den Verlust auf und sagte uns. „Dies kommt hier öfters vor“. Zum Glück waren nur die Hausschuhe und Schlafanzug sowie Waschutensilien im Rucksack. Da war die junge Dame sicher sehr enttäuscht. Frank hat später einen Brief von der deutschen Bundesbahn erhalten. Sein Rucksack wurde auf einer Toilette im Zug wiedergefunden. Inzwischen wurde er in Köln im Depot für Fundsachen gelagert und nach Zahlung einer Gebühr hat Frank seinen schönen Rucksack (ohne Inhalt) wieder bekommen.
Wir waren eine Erfahrung reicher. Gepäck immer unter Aufsicht lassen und überall mitnehmen.
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